Anamorphosen selber machen – Anleitung für Kinder
experimentis® – Ver-rückte Bilder
Spiegel-Anamorphosen zum Staunen und Selbermachen
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Kinder ab 10 Jahren
Was ist eine Anamorphose?
Auf den ersten Blick sehen die Bilder völlig verrückt und verzerrt aus. Doch sobald du den Zylinderspiegel dazunimmst, passiert etwas Erstaunliches: Das verzerrte Bild erscheint im Spiegel plötzlich wieder ganz normal!
So entstehen geheime Bilder, versteckte Botschaften und faszinierende optische Täuschungen. Diese Kunst ist übrigens nicht neu – schon in der Renaissance, also vor über 500 Jahren, haben Künstler wie Leonardo da Vinci mit solchen Spiegelbildern experimentiert. Damals dienten Anamorphosen dazu, Informationen zu verbergen oder geheime Botschaften weiterzugeben.
So funktioniert’s
Dein Set enthält zwei verschiedene Raster. Im quadratischen Raster (Vorlage 1) zeichnest du zunächst dein normales Bild. Dann trägst du es Kästchen für Kästchen in das verzerrte Anamorphosen-Raster (Vorlage 2) über. Die Form jedes Kästchens ist dort anders – länger, schmaler, gebogen. Deshalb sieht dein Bild auf dem Papier am Ende seltsam verzerrt aus.
Doch genau das ist der Trick: Die Krümmung des Zylinderspiegels macht aus der Verzerrung wieder ein normales Bild. Er entzerrt optisch, was du absichtlich verzerrt gezeichnet hast.
Das brauchst du
✓ Vorlage 1 – quadratisches Raster
✓ Vorlage 2 – verzerrtes Anamorphosen-Raster
✓ Zylinderspiegel
✓ Bleistift oder Filzstifte
✓ Kopierer oder Drucker (Vorlagen vorher mehrfach kopieren!)
Schritt für Schritt zur eigenen Anamorphose
Wichtig zuerst: Kopiere die Vorlagen 1 und 2 mehrfach, bevor du anfängst – du wirst mehrere Versuche brauchen und das ist ganz normal!
Einfach anfangen
Beginne mit einfachen geometrischen Formen und Buchstaben – zum Beispiel:
› Sterne · › Herzen · › Smileys · › Buchstaben · › Pfeile
Große, klare Formen sind am leichtesten zu übertragen und ergeben besonders deutliche Ergebnisse im Spiegel.
Zeichne dein Bild in Vorlage 1
Male dein Motiv in das quadratische Raster (Vorlage 1). Jedes Kästchen hat eine Bezeichnung – Buchstabe für die Zeile (A–K), Zahl für die Spalte (1–10). Diese Koordinaten brauchst du gleich beim Übertragen.
Tipp: Dicke Linien und klare Formen lassen sich später einfacher übertragen. Zu viele Details machen es schwieriger.
Vorlage 1: quadratisches Raster – so könnte deine Zeichnung aussehen
Jetzt wird verzerrt! – Übertragen in Vorlage 2
Übertrage dein Bild Kästchen für Kästchen in das verzerrte Anamorphosen-Raster (Vorlage 2). Die Kästchen dort haben die gleichen Koordinaten – aber eine andere Form: Sie sind gebogen und nach außen gestreckt.
Schau dir genau an, wo deine Linie im quadratischen Kästchen verläuft – und zeichne sie im entsprechenden verzerrten Kästchen nach. Du musst dabei den Inhalt jeder Zelle spiegeln und dehnen, entsprechend der Zellenform in Vorlage 2. Manche Linien werden dabei länger oder gebogen – das ist völlig normal und genau so gewollt!
Vorlage 2: Das gleiche Motiv – verzerrt ins Anamorphosen-Raster übertragen
Tipp: Etwas Geduld und Übung braucht es schon – lass dich nicht entmutigen. Jeder erste Versuch sieht noch etwas holprig aus!
Mit dem Spiegel prüfen
Stelle den Zylinderspiegel aufrecht auf den Kreis in der Mitte des Anamorphosen-Rasters (Vorlage 2). Schau jetzt in den Spiegel – und staune: Dein verzerrtes Bild erscheint plötzlich wieder richtig!
Kontrolliere zwischendurch immer wieder mit dem Spiegel, ob dein Bild gut zu erkennen ist. Probiere dabei auch aus, was passiert, wenn du steiler oder flacher in den Spiegel schaust – oder mal mehr von rechts oder links.
So erkennst du ein gutes Ergebnis: Die linke und rechte Begrenzung deines Bildes im Spiegel sollten parallel zueinander verlaufen, die untere Linie genau waagerecht – dann ist die Übertragung gelungen.
Profi-Tipps
✓ Arbeite langsam Kästchen für Kästchen
✓ Kontrolliere regelmäßig mit dem Spiegel
✓ Dicke Linien sind besser sichtbar als dünne
✓ Große Motive gelingen einfacher als kleine Details
✓ Beobachte immer mit einem Auge für das schärfste Ergebnis
Das kannst du ausprobieren
✉ Geheime Botschaften
Schreibe deinen Namen oder ein Geheimwort – nur wer den Spiegel kennt, kann es lesen.
☺ Lustige Gesichter
Male Smileys oder Comicfiguren in dein Raster.
★ Eigene Logos
Erfinde ein eigenes Zeichen oder Symbol.
☯ Schwierigere Motive
Wenn du Übung hast, kannst du auch Tiere, Gegenstände oder ganze Szenen ausprobieren.
Warum funktioniert das?
Der Zylinderspiegel ist nicht flach, sondern rund gebogen. Diese Krümmung verändert, wie Lichtstrahlen reflektiert werden. Das verzerrte Raster und die Krümmung des Spiegels sind so aufeinander abgestimmt, dass sich beide Verzerrungen gegenseitig aufheben – im Spiegelbild erscheint dein Motiv wieder korrekt.
Du experimentierst dabei mit:
› Reflexion von Licht
› Optischer Wahrnehmung
› Geometrie und Verzerrung
Das ist keine Magie – das ist Physik!
Bereit zum Ausprobieren?
Das Anamorphosen Juniorset mit Zylinderspiegel, zwei Motivvorlagen und Kopierrastern – Made in Germany, ab 10 Jahren.
Zum Juniorset im Shop ›Weitere Anamorphosen-Produkte bei experimentis®
Zubehör
Zylinderspiegel für Anamorphosen
Zum Produkt ›Komplettset
Anamorphosen – Magische Bilder
Zum Produkt ›Weiteres Set
Anamorphosen-Set
Zum Produkt ›