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Maxwell Fallrad - Maxwellsches Rad

Physikspielzeug-Lexikon

Maxwellsches Fallrad: Wie das Physik-Jojo die Energieerhaltung sichtbar macht

Das Maxwellsche Fallrad funktioniert im Prinzip wie ein Jojo, macht aber etwas sichtbar, das bei einem gewöhnlichen Jojo viel zu schnell abläuft: die Umwandlung von Lageenergie in Rotationsenergie und zurück. Durch ein deutlich höheres Trägheitsmoment und zwei seitliche Fäden fällt das Rad langsam genug, um diesen Energieaustausch mit bloßem Auge zu verfolgen.

▸ Aktualisiert: 23. August 2026  |  Autor: experimentis®-Redaktion  |  Lesezeit: ca. fünf Minuten

Was ist ein Maxwellsches Fallrad?

Ein Maxwellsches Fallrad besteht aus einem schweren Rad mit einer Achse, an deren beiden Enden je ein Faden befestigt ist. Wickeln Sie das Rad vollständig auf, speichert es dabei potenzielle Energie. Lassen Sie es los, fällt es entlang der Fäden nach unten – deutlich langsamer als im freien Fall, weil ein Teil der Energie in Rotation umgewandelt wird.

Benannt ist das Gerät nach dem schottischen Physiker James Clerk Maxwell, der es zur Veranschaulichung von Energieumwandlung und Trägheitsmoment nutzte. Es zählt bis heute zu den klassischen Demonstrationsexperimenten im Physikunterricht.

  • ✓Zwei seitliche Fäden statt eines zentralen Fadens wie beim Jojo.
  • ✓Deutlich höheres Trägheitsmoment als ein gewöhnliches Jojo.
  • ✓Die Rotationsgeschwindigkeit nimmt während des Falls kontinuierlich zu.

Funktionsweise im Video

Am besten lässt sich die Bewegung des Maxwellschen Fallrads im Video nachvollziehen: Das Rad fällt zunächst langsam und beschleunigt spürbar, während seine Rotation kontinuierlich zunimmt. Am tiefsten Punkt angekommen, läuft der Vorgang automatisch rückwärts ab.

Die Physik: Energieerhaltung

Beim Aufwickeln wird das Rad gegen die Schwerkraft angehoben – dabei entsteht potenzielle Energie (Lageenergie). Lassen Sie das Rad los, wandelt sich diese Lageenergie beim Herabfallen in zwei Formen um: einen Teil in die Bewegungsenergie des Falls und einen Teil in Rotationsenergie, da sich das Rad gleichzeitig um seine eigene Achse dreht.

Am tiefsten Punkt der Fäden ist praktisch die gesamte Lageenergie in Rotationsenergie umgewandelt worden. Da die Fäden dort nicht reißen, sondern sich in umgekehrter Richtung wieder aufwickeln, treibt die Rotationsenergie das Rad anschließend wieder nach oben – die Umwandlung läuft rückwärts ab, bis das Rad fast seine ursprüngliche Höhe erreicht.

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Durch Reibung an den Fäden und Luftwiderstand geht bei jedem Durchlauf nur minimal Schwung verloren. Das Rad schwingt deshalb mehrfach auf und ab, bevor es schließlich zur Ruhe kommt.

Der Unterschied zum gewöhnlichen Jojo

Ein normales Jojo benötigt am tiefsten Punkt einen zusätzlichen Energieeintrag durch die Hand, um wieder nach oben zu laufen – etwa durch einen gezielten Ruck am Faden. Beim Maxwellschen Fallrad ist das nicht nötig: Die Rotationsenergie wird am tiefsten Punkt automatisch wieder in Lageenergie zurückgewandelt, sodass das Rad von selbst erneut aufsteigt.

  • 1Das Rad vollständig aufwickeln, sodass es oben an den Fäden hängt.
  • 2Ohne zusätzlichen Schwung loslassen und den Fall beobachten.
  • 3Am tiefsten Punkt steigt das Rad von selbst wieder auf, ganz ohne Zutun.

Das Prinzip zum Anfassen: Der Maxwellsche Papagei

Eine besonders charmante Umsetzung dieses Prinzips ist der Maxwellsche Papagei: ein Holzmobilé in Papageienform, das nach demselben Energieaustausch zwischen Lage- und Rotationsenergie auf und ab wandert wie ein klassisches Maxwellsches Fallrad – nur eben mit Flügeln statt einer runden Radform.

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Aus gebeiztem Birken-Sperrholz gefertigt, eignet sich der Drehpapagei besonders gut, um das Prinzip der Energieerhaltung im Physikunterricht oder auf dem Schreibtisch direkt erlebbar zu machen.

Physikspielzeuge zur Energieerhaltung

Diese drei Produkte greifen das Prinzip der Energieumwandlung auf unterschiedliche Weise auf und sind aktuell lieferbar:

Maxwellscher Papagei – Drehpapagei

Holzmobilé, das den Wechsel zwischen Lage- und Rotationsenergie direkt sichtbar macht. Ab vierzehn Jahren.

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PhänoMINT – Magisches Kugelrad

Ein elektronisches Perpetuum Mobile, das ebenfalls mit fortlaufender Energieumwandlung arbeitet und scheinbar endlos in Bewegung bleibt.

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Galileo Galilei Fallröhre

Zeigt mit Vakuumröhre und Bleikugeln, dass alle Gegenstände unabhängig von ihrer Masse gleich schnell fallen. Ab vierzehn Jahren.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • ✓Das Maxwellsche Fallrad wandelt Lageenergie in Rotationsenergie um und zurück.
  • ✓Ein hohes Trägheitsmoment verlangsamt den Fall und macht die Bewegung gut beobachtbar.
  • ✓Anders als beim Jojo steigt das Rad ohne zusätzlichen Energieeintrag von selbst wieder auf.
  • ✓Der Maxwellsche Papagei überträgt das Prinzip in ein anschauliches Holzmobilé.

Häufig gestellte Fragen

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Wie funktioniert ein Maxwellsches Fallrad?

Beim Aufwickeln wird potenzielle Energie gespeichert. Lassen Sie das Rad los, wandelt sich diese beim Fallen in Rotationsenergie um. Am tiefsten Punkt kehrt sich der Vorgang um, und das Rad steigt von selbst wieder auf.
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Worin unterscheidet sich das Fallrad von einem gewöhnlichen Jojo?

Ein Jojo benötigt am tiefsten Punkt einen zusätzlichen Energieeintrag durch die Hand, um wieder aufzusteigen. Beim Maxwellschen Fallrad geschieht die Rückumwandlung von Rotations- in Lageenergie vollständig automatisch.
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Warum fällt das Rad langsamer als im freien Fall?

Ein Teil der Lageenergie fließt nicht in die Fallbewegung, sondern in die Rotation des Rades um seine eigene Achse. Dadurch nimmt die Fallgeschwindigkeit langsamer zu als bei einem frei fallenden Körper ohne Rotation.
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Wer war James Clerk Maxwell?

James Clerk Maxwell war ein schottischer Physiker des neunzehnten Jahrhunderts. Er nutzte das nach ihm benannte Fallrad, um Energieumwandlung und Trägheitsmoment anschaulich zu demonstrieren.
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Ist ein klassisches Maxwellsches Fallrad im Shop erhältlich?

Als eigenständiges Produkt unter diesem Namen aktuell nicht. Das Prinzip lässt sich jedoch hervorragend mit dem Maxwellschen Papagei erleben, der nach demselben Energieumwandlungs-Prinzip funktioniert.
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Wie lange schwingt ein Maxwellsches Fallrad?

Da durch Reibung an den Fäden und Luftwiderstand nur minimal Schwung verloren geht, läuft das Rad mehrfach auf und ab, bevor es allmählich zur Ruhe kommt.
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Über die Autorin

experimentis®-Redaktion

experimentis® ist ein inhabergeführter Physik- und Wissenschaftsshop aus Rockenberg (Hessen). Klassiker wie das Maxwellsche Fallrad zeigen eindrucksvoll, wie anschaulich Energieerhaltung im Physikunterricht und zu Hause werden kann.

 
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