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Kleine Wundertrommel: Zoetrop Mini Classic - 2 Varianten - ø 14 cm

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  • OP02113
  • ab 14 Jahre
  • Zoetrop mit 20 Bildstreifen
Zoetrop Mini "Classic" – Wundertrommel von Hemisferium Wundertrommel oder "Wheel of Life" wird... mehr

Zoetrop Mini "Classic" – Wundertrommel von Hemisferium

Wundertrommel oder "Wheel of Life" wird dieses optische Gerät genannt. Das Zoetrop erzeugte die Illusion von bewegten Bildern – lange bevor es Film oder Fernsehen gab. Diese in Spanien handgefertigte Reproduktion von Hemisferium besteht aus einer schwarzen oder braunen Trommel mit goldenem Dekor auf einer eleganten Holzbasis und wird mit 20 Bildstreifen geliefert.

Das Prinzip des Zoetrops

Die Untersuchung des Phänomens der "Nachbildwirkung auf der Netzhaut" (retinal persistence bzw. image retention) wird häufig herangezogen, um zu erklären, wie Animationsfilme funktionieren. Ihre Ursprünge reichen jedoch bis zu den Experimenten Isaac Newtons zurück. Im Jahr 1829 wurde das Phänomen vom belgischen Wissenschaftler Joseph Plateau wissenschaftlich beschrieben.

Von den ersten wissenschaftlichen Spielzeugen mit bewegten Bildern bis hin zum modernen Film war die Nachbildwirkung entscheidend dafür, das Gehirn glauben zu lassen, dass eine Folge unbewegter Bilder tatsächlich in Bewegung ist. Alle diese Geräte arbeiten nach demselben Prinzip: Es wird eine Reihe von Bildern erstellt, von denen jedes einen einzelnen Bewegungsabschnitt zeigt. Diese Bilder werden anschließend so schnell hintereinander gezeigt (das Auge kann nicht mehr als etwa 24 Bilder pro Sekunde getrennt wahrnehmen), dass das Gehirn sie nicht mehr als Einzelbilder erkennt. Dadurch entsteht der Eindruck einer kontinuierlichen Bewegung.

Das erste dieser optischen Spielzeuge war das Thaumatrop (1824), dem bald eine Reihe weiterer genialer Erfindungen folgte.

Das Zoetrop

Im Jahr 1834 entwickelte der englische Mathematiker George Horner einen praktischen Apparat, der auf dem Phenakistiskop von Plateau und Stampfer (1830) basierte. Seine Erfindung machte einen Spiegel überflüssig und erlaubte erstmals mehreren Personen gleichzeitig, die bewegten Bilder zu betrachten – ein deutlicher Fortschritt gegenüber den früheren Geräten, die nur für einen einzelnen Betrachter geeignet waren.

Horner gab seinem Gerät eine zylindrische Form: eine oben offene Trommel mit schmalen Schlitzen am oberen Rand. Im Inneren befand sich am Boden ein Bildstreifen mit einer Folge von Zeichnungen, die durch die Schlitze betrachtet werden konnten. Beim Drehen der Trommel entstand die Illusion einer Bewegung. Horner nannte seine Erfindung "Daedalum".

Erstaunlicherweise geriet das Daedalum fast dreißig Jahre lang in Vergessenheit, bevor es nahezu gleichzeitig in England und den Vereinigten Staaten patentiert wurde. Der Amerikaner William Lincoln ließ den Namen "Zoetrope" patentieren und verwendete diesen Begriff erstmals. Das Gerät wurde auch als "Wheel of Life" bekannt und in großen Stückzahlen hergestellt. Auf der anderen Seite des Atlantiks erhielt Milton Bradley die britischen Rechte; eines der beliebtesten Modelle wurde von der London Stereoscopic Company hergestellt.

Die meisten Zoetrope des 19. Jahrhunderts besaßen 13 Schlitze, die Bildstreifen jedoch nur 12 Bilder – erst dieses Verhältnis erzeugte den Eindruck fließender Bewegung.

Das Praxinoskop

Das Praxinoskop wurde 1877 vom Franzosen Émile Reynaud patentiert. Sein Ziel war es, die Schwächen des damals äußerst beliebten Zoetrops zu beseitigen: die verzerrte, lichtschwache Darstellung, die durch die schmalen Schlitze der Trommel entstand.

Wie sein Vorgänger verwendete das Praxinoskop eine rotierende Trommel – im Zentrum jedoch einen polygonalen Spiegelkranz. Die Anzahl der Spiegel (12) entsprach der Anzahl der Bilder, sodass jedes Bild in einem gegenüberliegenden Spiegel erschien und beim Drehen des Zylinders eine klare, flüssige Animation ohne die schlechte Helligkeit des Zoetrops entstand. Aus dieser Erfindung ging später das Praxinoskop-Theater bzw. Théâtre Optique (1882) hervor, ebenfalls von Reynaud entwickelt.

Über Eadweard Muybridge

Viele der heute als Klassiker geltenden Bildstreifen für Zoetrope und Praxinoskope basieren auf den fotografischen Arbeiten des exzentrischen englischen Fotografen Eadweard Muybridge. Vor die Aufgabe gestellt, die vollständige Bewegung eines galoppierenden Pferdes zu fotografieren, entwickelte er mechanische und chemische Verfahren, um Bewegungen als Folge einzelner Bilder festzuhalten. Um 1878 entwickelte er das Zoopraxiskop – für viele einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg zum Animationsfilm, weshalb Muybridge oft als dessen Vater bezeichnet wird.

Die in diesem Zoetrop enthaltenen Bildstreifen gehen direkt auf Muybridges Arbeiten zurück und zeigen unter anderem: einen Reiter, einen laufenden Mann, einen Turner, ein tanzendes Paar, Schmiede sowie einen Tiger. Finden Sie bitte im unteren Video die verschiedenen Motive.

Altersempfehlung: ab 14 Jahre
Hauptmaterial: Holz
Inhalt: 20 Bildstreifen
Maße des Produktes (LxBxH) ca.: Ø 14 cm, 19 cm
Gewicht ca. : 480 g
Geschenk für: Jugendliche, Erwachsene, Künstler
Geeignet zum: Experimentieren, Verschenken, Dekorieren / Einzug
Einsatzort: Küche / Wohnen, Schule / Universität
Herkunft: Made in Europe
Weiterführende Links zu "Kleine Wundertrommel: Zoetrop Mini Classic - 2 Varianten - ø 14 cm"
Hersteller: Hemisferium

HEMISFERIUM INSTRUMENTOS CIENTIFICOS ANTIGUOS S.L.
Calle Caliza, 8,
28260, El Guijo, Madrid
Spain

Tel.: +34 (0) 91 851 89 22
E-Mail: [email protected]

Keine Warnhinweise und Sicherheitsinformationen erforderlich.
Hinweis: Kein Kinderspielzeug.

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